alltag mit frau katz

kätzische rituale – teil 3

Juni 26, 2008 · 5 Kommentare

unruhe macht sich bei frau katz breit: „warum hektiklt sie denn so durch die wohnung?“ – oder: das baba-ritual

ich habe ein date und mache mich zum ausgehen fertig. bedeutet: kleidung raussuchen, duschen, anziehen, den spiegel um ein schöneres konterfei anbeten, und noch einmal die bedürfnisse von frau katz checken:

die wasserschalen: frisch und ok;
futterschüsselchen: voll;
trockenfutter: vorhanden.

frau katz wird’s richtiggehend mulmig: „mei, geht die etwa schon wieder aus?“ von wegen „schon wieder“! mein letztes date liegt glatt eine woche zurück! zeit wird’s mich mal wieder unters volk zu begeben. also beginne ich zaghaft und sanft mit unserem baba-ritual.

„kätzchen, wo bist du?“ – rufe ich laut ohne hoffnung auf antwort – es könnte ja doch so sein, dass meine inspektion ihrer bedürfnisse eine finte war und frau katz wieder mal zu omi abgeschoben wird. (nur kurz sei erwähnt: frau katz liebt es bei meiner mutter zu sein, ist nur so eine prinzip-sache …)

ich suche nicht lang. ich weiß wo sie steckt, gehe auf die knie und schau unter meinem bett nach. richtig, da hockt sie. im hintesten winkel. zwei grün leuchtende katzenaugen starren mich an.

„baba, schatzi, ich geh jetzt dann“, sag ich zu meinem stubentiger. selbstredend kommt keine antwort – „eine finte oder echt …?“ „ist ja schon gut, brauchst keine angst zu haben, du kommst heute nicht zur omi“, beruhige ich frau katz. ich stehe auf und gehe richtung wohnungstür mit ständigen „baba-schatzi“-rufen.

als ich die tür aufschließe sitzt sie genau hinter mir. „jö, wir gehen in den hof“, schaut sie mich erwartungsvoll an. „nein, schatzi, später. jetzt muss ich weg, aber wenn ich wieder komm, gehen wir in den hof“, vertröste ich meine frau katz. ganz so, als würde sie mich verstehen, steht kätzchen die enttäuschung ins gesicht geschrieben. sie lässt mich ziehen.

unten auf der straße schaue ich nochmals hoch zu meiner voll geöffneten und mit katzengittern versehenen fensterreihe. und da sitzt sie:

frau katzt schaut mir so lange nach, bis ich um die ecke gebogen bin. logischer weise weiß ich nicht wie lange sie so am fenster hockt und mir nachtrauert. wäre nicht fair nochmals nachschauen zu gehen.

wenn ich nach dem date nach hause komme, sitzt mein kätzchen wieder am offenen fenster und wartet auf mich. diesmal jedoch mit einem freundlichen „willkommens-miau“! :-)

Kategorien: frau katz und ich

5 Antworten bis hierher ↓

  • Sonnenschein // Juni 27, 2008 um 2:30 | Antworten

    ja, ja, die katze!
    hat dich ganz schön am bandl!

  • Karotte // Juni 27, 2008 um 4:11 | Antworten

    aber niedlich sieht sie aus – so am fenster …

  • Ini // Juni 27, 2008 um 6:36 | Antworten

    „böse“ Dosi… kannst doch nicht einfach weggehen ;-) :-)
    herrlich..

    erinnert mich auch wieder an unsere Stubentieger… sie merken auch wenn einer geht oder kommt…

    Schönen abend

    Ini

  • Sonnenschein // Juni 28, 2008 um 7:48 | Antworten

    ja, niedlich ist sie wirklich!

    das ist ja ihr geheimrezept.
    niedlich sein, unwiderstehlich, entzückend und süss!

  • kipet // Juni 29, 2008 um 9:12 | Antworten

    @karotte: wenn sie so am fenster sitzt und ganz auf niedliches kätzchen tut könnte man sie nur noch knuddeln. welches teufelchen aber teilweise in ihr steckt … *gg*

    @ini: nicht wahr? katzen haben ein ganz feines gespür was ihr frauchen/herrchen angeht. wenn ich wieder nach hause komme, sitzt frau katz genau SO am fenster und erwartet mich. ein schönes nachhausekommen! :-)

    @sonnenschein: für katzen ist wichtig: WEN muss ich WANN WIE beeindrucken, damit ich das beste aus JEDER situation heraus hole. da geht sie schon auch mal über leichen – will sagen: wenn ich dabei bin, kriegt meine frau mama haue, wenn sie aber bei frau mama auf sommerfrische (urlaub) ist, ist frau katz wieder gaaanz lieb zu ihr! ;-)

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