meine neue ideenhaufenbox – und was kätzchen davon hält

zeit, sich einen meiner wenigen gefassten neujahrsvorsätze zur brust zu nehmen: ordnung in meiner chaotischen wohnung und in meinem leben zu schaffen.

vor allem das chaos daheim schreit nach einer generalentrümpelung. ich bin nämlich alles andere als ein saubermeister. sauber – richtig gelesen – denn zaubermeister bin ich leider auch nicht. leider, sonst würde ich einfach mein zauberstöckchen schwingen und alles wäre erledigt.

gemmas also an, das papierberge in-einzelne-stapel-stapeln: stromrechnung auf stromrechnung, bücherrechnung auf bücherrechnung … – alles brav für den steuerausgleich, damit sich mein buchhaltunsgprofi mama auch leichter tut, wenn sie für mich beim finanzamt anklopft …

seit wochen sammle ich diverse ideen, was ich denn beruflich machen könnte. diese ideen in form von prospekten, zeitungen, wochenzeitschriften, journalen und ähnlichem zeugs, stapeln sich am boden auf einem wilden haufen bei meinem fenster neben dem schreibtisch. der ideenhaufen wird jedoch immer mächtiger, gigantischer, bedrohlicher, beinahe ein mount everest für arme. das ding droht auch schon mal umzukippen, wenn frau katz meint, über den stapel — tja, sind wir uns ehrlich — müll einen leichteren sprung aufs fensterbrett zu ergattern.

heute ist es so weit. der ideenhaufen scheint mich zu erschlagen.

einfach wegwerfen will ich ihn nicht. das sammeln hat ja eine ganze weile gedauert, und gedacht hab ich mir auch was dabei. wäre also schad‘ um die viele arbeit.

ein kleines vorsortieren kann nicht ausbleiben. der ideenhaufen wird sondiert, minimiert und geschlichtet. sieht ja schon mal ganz ordentlich aus. und wenn der ideenhaufen geordnet ist, kommen mir vielleicht auch endlich wirklich die jobideen.

so ganz glücklich bin ich über den, zwar schon sehr minimierten, aber immer noch vorhandenen stapel nicht. stapel bleibt stapel und mutiert schnellstens wieder zu einem kunterbunten ideenhaufen. zum ordnung halten sind kätzchen und ich einfach nicht geschaffen – face the facts.

also muss eine idee her. der libro hat da meistens recht praktische dinge in seinen läden rum stehen. also packe ich mich zusammen und besuche den nächstbesten laden. ein ordnungsfanatiker wäre in verzückung geraten. ordnungssysteme en masse. so viele möglichkeiten, dass mir die auswahl schwer fällt. ich entscheide mich für eine hängerordner-box. schwarz. passt zu mir. vor allem sticht schwarz ins auge und mein ideenhaufen gerät durch seine untypische ordnung nicht in vergessenheit.

daheim angekommen, sehe ich schon die äuglein meines kätzchens vorfreudig aufleuchten. ein schachterl – eine box: katzenhimmel pur. ich platziere mich am boden und lasse frau katz schnüffeln, reinkriechen, rauskriechen, schnüffeln, schnurren, reinkriechen … ein kätzischer garten eden, so eine ordnerbox. und das beste: weil aus plastik, auch noch elektrisch geladen – kätzchens härchen stehen sensationeller weise zu berge! derweil mache ich mich ans reiter-beschriften.

nun ist’s aber genug, schatzi, die box gehört dem ideenhaufen, nicht dir„, und schicke kätzchen weg.

die ist aber sooo schön und man kann sich sooo toll darin verstecken„, scheint mir frau katz frech ins gesicht zu mauken.

na gut, ein paar mal darfst du noch rein- und rauskriechen, aber dann ist schluss!“ ja, ein bisschen härte muss sein. frau katz ist so und so viel zu verwöhnt und darf eigentlich alles (so wie jetzt eben auch … ).

also wieder das schnurren einsetzen, reinkriechen, rauskriechen, schmeicheln, schnurren … wenn’s nach kätzchen ginge würde sie diese box einfach beschlagnahmen.

also, schatzi, haben wir jetzt genug von dieser kiste?“ frage ich mein katzentier und grabsche mir die ideenhaufen-box direkt unter kätzchens popo weg. frau katz schaut nur beleidigt und peitscht genervt ihren schwanz von links nach rechts: „unerhört„, steht in ihrem gesichtchen geschrieben. schnell sortiere ich meine ideenhaufen in die entsprechenden ordner und platziere die box an dieselbe stelle, wo sich vorher so malerische der ideenhaufen präsentiert hat.

kätzchen besteigt die ideen-box; (c) kipet 

ein enttäuschtes mauken im hintergrund: „aber nicht mit mir!“ kätzchen setzt zum sprung an und erobert sich die voll gespickte ideenhaufenbox zurück. leider ist das ding zu schwer um es umzuschmeißen, die hängeordner zu gefüllt, um sie um ihre last zu erleichtern. also macht es sich frau katz kurzerhand auf der box bequem und schnurrt seitdem genau dort ihr nachmittagsschläfen.

frau katz scheint viel von meiner ordnungsbox zu halten – zumindest als schlafstelle. ich hoffe nur, dass sich diese übersichtliche neu-anordnung meines ideenhaufens auch auf meine ideenfindung in sachen job annähernd zielführend auswirkt …

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