frau katz und PAX

der kleiderschrank – ein ideales versteck für frau katz

alles, was irgendwie zu ist, hat auf katzen eine besondere anziehung.

eine verschlossene tür wird so lang angemaunzt, bis der katzenbesitzer sie öffnet. kätzchen geht hindurch und inspiziert die dahinter liegende räumlichkeit bis ins kleinste detail.

mein koffer – eine herausforderung der gefährlichen art, denn frau katz weiß ganz genau: frauchen geht auf urlaub und madame siedelt für die nächste zeit zu ihrer omi. der koffer wird jedoch ebenfalls gründlich beschnofelt und ausprobiert, besser gesagt: kätzchen macht es sich darin sehr gern bequem: „ich hock hier drin, also passt hier auch kein gewand rein und du gehst nicht auf urlaub.“

besonders aber hat es meiner frau katz die mittlere lade meines kleiderschranks aus dem unmöglichen möbelhaus namens PAX angetan. PAX ist fein. PAX macht spaß. PAX eignet sich bestens als klettergerüst für frau katz.

schon als handtellergroßes katzenbaby übte madame das öffnen der laden von PAX. sie stellt sich da besonders geschickt an und ich bin jedes mal voll des lobes und des stolzes ob der klugheit meines samtpfötchens.

wie bewerkstelligt frau katz das öffnen der PAX-laden?

ganz einfach: kätzchen schleicht sich an PAX an und maukt erst mal in der hoffnung, ich würde mich dazu bequemen die lade doch noch für madame zu öffnen. dem ist aber nicht so, weil ich das schauspiel, das nun folgt, einfach zu gern beobachte:

frau katz stellt sich auf ihre hinterbeinchen, schnofelt den für sie am höchst gelegenen griff einer PAX-kleiderschrank-lade ab, streckt sich ein bisschen und hängt sich im wahrsten sinne des wortes mit beiden vorderpfoten in den haltegriff ein. danach zieht sie sich ein wenig an daran hoch, stemmt ihre hinterbeinchen gegen die unteren laden ab, drückt, der katzenpopo ruckt ein bisschen höher, frau katz zieht sich wieder ein stückerl in die höhe, drückt sich abermals mit den hinterbeinen ab, die lade geht auf, ein weiteres abdrücken mit den beinchen, die lade ist offen … und schwubs hockt frau katz drin.

stolz blickt sie um sich, fast so als würde sie der sie umgebenden menschenrunde sagen wollen: „seht her, ich brauch euch gar nicht! ich kann das auch ganz allein! und? wo bleibt der beifall?“ 😉

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8 Kommentare zu “frau katz und PAX”

  1. ja…
    solche „Ungeheuer“ kenn ich auch, die sich zu gerne im Schrank verstecken, unterm Bett und Stellen, wo Mann/Frau nicht sooo schnell rankommt.

    ja – Frauchen – wo bleibt der Beifall *g*…

    herrlich deine Blogs! Mach weiter so!

    Ini

  2. hallo Kipet,
    ich kenne die Lebensgewohnheiten unserer 2 Damen – und ich find es einfach schön, wenn auch andere über ihre Fellnasen und ihre Gewohnheiten/Streiche schreiben!

    danke dafür!

    Ini

  3. ihr katzenliebhaber gefallt mir!
    deine schilderungen, liebe kipet, finde ich immer wieder herzerfrischend.
    beim lesen steigen in mir immer gleich die bilder deiner erzählungen hoch …
    danke!

  4. jaja, katz und kästen. vor vielen jahren hatte ich das vergnügen, für 10 tage bei einer bekannten katzensitten zu dürfen. sie hatte drei racker: eine tiefschwarze hexe, deren lieblingsbeschäftigung „jö, zehen, ich komme – *popowackel* attacke!“ war. dann gab es eine absolut verschmuste getigerte plaudertasche. sie erzählte mir jedes mal ihre ganze lebensgeschichte. ich habe noch nie eine katze erlebt, die ununterbrochen plappert. und dann war da noch ein schüchternes rotes langhaariges ding. bei den kaffeetratsch-besuchen bei frauchen ist sie immer wie ein schatten aus dem zimmer gehuscht, wirklich gesehen habe ich sie vorm katzensitten kaum.

    dann, am ersten tag vom katzensitten, zehenbekämpferin und plaudertasche standen schon im vorzimmer, von langhaar-rot keine spur. selbiges am 2., tag, und am 3. tag … selbst nach einer woche kein langhaar-rot in sicht. von tag zu tag stieg die angst in mir, dass die scheue maus vielleicht beim öffnen der eingangstür ins freie gehuscht sei.
    jeder, der schon mal verzweifelt seine katze gesucht hat, kann sich vorstellen, welche panik in mir hoch kam.

    dann war der tag der wahrheit da, ich musste meiner bekannten gestehen, dass ihre rote maus verschwunden war. zur schlüsselübergabe war ich auf einen kaffee eingeladen. mit pochendem herzen setzte ich mich zum kaffeetisch. frauchen erzählte mit strahlenden augen, wie sehr sie sich über die begrüßung ihrer katzen gefreut hatte. sogar das rote ding hätte sie begrüßt.

    mir ist beinahe das kaffehäferl aus der hand gefallen. wie bitte? frau langhaar-rot war die ganze zeit in der wohnung? wo denn? frauchen ging mit mir zum kasten mit den pullis, schob die tür zur seite und sagte etwas gereizt „na, da ist sie doch eh“. ich schau genau, seh nur pullis. und dann, ich bekomme jetzt noch gänsehaut, wenn ich an die situation zurück denke, eines der „angora-pullis“ bewegt sich plötzlich und zwei genervte äuglein giften mich an.

    seither sind kästen für meine racker absolutes tabu …

    zumindest versuch(t)e ich immer wieder, dies ihnen klar zu machen. 😉

  5. @ ini: die lebensqualität mit einem tierischen mitbewohner ist gleich eine ganz andere. ob katze, hund, piepmatz – sie machen mein leben eine spur fröhlicher. 🙂

    @ sonnenschein: danke für dein kompliment, sonnenschein! musst dir auch eine katze anschaffen, dann kannst du unsere begeisterung gleich viel viel besser verstehen! 😉

    @ katzenbuch: ui ja – die panikartike katzensuche. man könnte dabei glatt verzweifeln. und wenn sie nicht wollen, dass man sie findet, hat MENSCH keine chance! ich möchte nicht wissen wieviel blut und wasser du geschwitzt hast, als du deiner katzenmami, deren racker du gesittet hast, gestehen wolltest, dass das rote ungeheuer verschwunden ist!!! und den lebendigen, roten angorapulli hast du innerlich sicherlich verflucht … *gg*

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