ich fühle mich … beobachtet

ich schlummere gerade warm und wohlig in morpheus armen, als mich etwas im unterbewusstsein streift …

schön ist es zu schlafen und zu träumen.
besonders schön, wenn man nicht schon um 8 uhr früh in der arbeit sitzen muss.
noch einmal so schön, wenn dir klar wird, dass dich frau katz heute ausnahmsweise mal nicht um 5 uhr früh zur raubtierfütterung aufgeweckt hat.

und hier wird man stutzig, im dämmerschläfrigen unterbewusstsein – halt, da stimmt was in der täglichen routine nicht: wo ist frau katz?

zaghaft lasse ich das durch die rollos scheinende tageslicht durch meine wimpern blinzeln.
wo ist frau katz?
ich wage meine augen ein bisschen mehr zu öffnen … und siehe da … da sitzt sie – auf meinem rollenden bürokästchen gleich neben ihrem erzfeind LAPTOP … und stiert mich an.
schläftig blinzle ich ein-, zwei-, dreimal und empfehle mich beruhigt wieder in morpheus arme.

„aber hey“, drängt mein unterbewusstsein. „frau katz sitzt ruhig – ich wiederhole RUHIG – da und maukt dich nicht wach?“

„da stimmt was nicht“, fährt es gleich darauf durch meine gehirnzellen. leise wage ich ein neuerliches blinzeln und sehe frau katz … unheimlicher weise … noch immer auf dem bürokästchen hocken! spooky, echt spooky starren mich ihre wunderschönen grünen katzenaugen an. kein zwinkern. kein blinzeln. ein stieres mich-anschauen lässt frau katz regungslos da hocken bleiben wo sie ist.

mittlerweile muss ihr klar sein, dass ich nicht mehr schlafe – aber noch immer rührt frau katz kein ohrwaschl. stumm und starr hockt sie da, fast wie eingefroren.

ich bin mit einem schlag hellwach. „was ist denn los, kätzchen?“ frag ich sie und sitze in sekundenschnelle aufrecht im bett. an schlaf ist nicht mehr zu denken.

noch immer stiert sie mich an, die kleine katzendame. regungslos. da hab ich genug und erhebe mich aus dem warmen bett.

nun kommt doch bewegung in meine katzendame – ein leichtes nach links beugen, sonst komplett regungslos bleibend, hält sie ihren blick ohne mit den wimpern zu zucken immer noch starr auf mich gerichtet.

also das ist mir jetzt wirklich zu unheimlich, ich gehe auf frau katz zu und rede leicht besorgt auf sie ein.

da kommt es: ein sprung, ein ungeduldiges „meeek! stör mich jetzt nicht!“, schon flitzt frau katz an mir vorbei und ist mit einem satz am bett. hinter mir keine handbreit von meinem bis vor kurzem noch schlafenden kopf hat sich eine große, fette fliege an der wand breit gemacht, der nun der garaus gemacht wird.

erleichtert auflachend, dass frau katz kein attentat auf meine schlafende wenigkeit vor gehabt hat, begebe ich mich an mein tagewerk.

Advertisements

6 Kommentare zu “ich fühle mich … beobachtet”

  1. herrlich… 🙂

    aber Katzen bekommen wenigstens die dusseligen Fliegen, während ein mir gut bekannter Dackel damit seine Schwierigkeiten hat.

  2. Super!

    Nicht nur Dackel haben Schwierigkeiten diese dicken lästigen Fliegen zu fangen….auch ich 😉

    Vielleicht sollte ich es wie Frau Katz machen und kurzfristig zur Salzäule erstarren 🙂

  3. … oder aber du borgst dir eine „frau katz“ aus – einmal täglich für eine stunde, und du bist stämtliche fliegen, spinnen etc mit einem katzensprung los! allerdings, dank spontaner lost-in-action-zielgenauigkeit seitens des „geborgten“ stubetigers, auch die eine und andere [ungeliebte?] vase von tantchen xxx. *gg*

  4. *gg* danke fürs mitzittern. manchmal ist so ein stubentiger wirklich ein kleines bisschen zum fürchten – vor allem, wenn sie auf fliegenjagd ist! 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s