übergewicht

vielleicht hat frau katzens essensmäßiges rumzezen system …

heute steht ein kontrollbesuch beim tierarzt an. wie jedes normal geartete katzentier mag frau katz den gang zum tierarzt so überhaupt nicht. irgendwie ahnt mein kätzchen, wann es wieder zum katzendoktor geht. jedenfalls verkriecht sie sich erst einmal unter dem bett und will partout nicht hervor kommen. da heißt es gewitzter als frau katz zu sein.

ich halte ihr lieblingsspielzeug vor die nase – uninteressant. frau katz dreht mir ihr hinterteil zu und bleibt in unerreichbaren regionen, im hintersten winkel unterm bett.

ich hole frau katzens leckerlis – geschnüffelt wird schon, allerdings über die schulter hinweg. den popo hält sie mir immer noch mehr oder weniger ins gesicht.

frau katz bleibt unerreichbar.
unten wartet schon das omi-taxi auf uns.
jetzt heißt’s gas geben!

mir bleibt nichts anders übrig, als frau katz unterm bett hervorzuscheuchen. schade, denn das stresst mein fellknäulchen immer sehr. ich hebe die matratze an und gebe frau katzens hinterteil einen leisen schubser. das mag sie gar nicht und knurrt mich erst einmal frech an.

„na komm schon, schatzi, es dauert auch nicht lang!“
„deine versprechungen kannst du dir am hut stecken! ich weiß wo’s hin geht!“ schaut sie mich vorwurfsvoll an. „und wehe, du schubst mich noch einmal“, und schiebt vorsichtshalber auch noch ein kleines drohendes pfauchen nach.

ums schubsen kommen wir leider nicht rum, und ein genervtes mauken später klettert frau katz freiwillig in ihre transportbox.

die fahrt zur tierärztin dauert nicht lange. frau katz ist ein tierarzt-profi, denn seit babykatzenzeiten sind wir wegen der diversesten wehwehchens zum tierarzt gefahren. andere fahren einen porsche, ich habe frau katz – sagte mal meine frau mama.

„hallo, frau katz!“ wird kätzchen schon freudig von der tierärztin begrüßt. „nanananaaa! brauchst ja keine angst haben, kennst das alles ja schon!“ und danach wird erst das frauchen – moi – begrüßt. so ist das halt bei meinen tierärztinnen, und wir fühlen uns dort auch wirklich gut aufgehoben. besser gesagt ich fühle, dass mein kätzchen dort gut aufgehoben ist …

als nächstes wird der katzenkorb geöffnet. frau katz igelt sich zu einem kleinen fellknäuel zusammen. kaum weiß man wo oben, vorn oder hinten ist. es hilft nichts, die untersuchung muss gemacht werden. die tierärztin hat alles rasch im griff, frau katz schaut jedes mal ganz verdutzt, dass jemand ihr regiment boykottiert und sie gegen ihren willen etwas über sich ergehen lassen muss.

da stutzt die tierärztin, hebt frau katz in augenhöhe, verzieht leicht grinsend den mund und meint: „aha, frau katz, wir dürften etwas zugenommen haben. wollen mal schauen wieviel“, und schwubs, schon war frau katz auf der tierwaage. „na, da schau her, 4 kilo 10! und beim letzten mal waren es noch 3 kilo 50! war das letzte mal wiegen nicht letzten sonntag?“ knallrot angelaufen muss ich ein feistes JA gestehen.

frau katz hat auf menschengewicht umgerechnet in nur 5 tagen 10 kilo zugenommen!

„aber es hat ihr doch so gut geschmeckt!“ versuche ich mich noch zu rechtfertigen.
„das mag schon sein, trotzdem ist das nicht gut. frau katz muss abspecken!“

als hätte sie es verstanden, lässt frau katz ein leises knurren von sich hören: „nein nein, gar nicht gut. erst die untersuchung und dann auch noch ne diät! also ehrlich! diese tieräzte!“

aber da hilft kein knurren, kein pfauchen und kein mauken, frau katz: wir sind ab nun …

AUF DIÄT!

ach ja, fast hätte ich’s vergessen: die symptome der eosinophilen granulomerkrankung sind geheilt. vorerst mal, denn leider kommen sie immer wieder zurück …

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6 Kommentare zu “übergewicht”

  1. … sogar meiner freundin fiel heute auf, dass frau katz ein paar gramm zuviel auf den rippen hat … *gnarrrrggnarrrg*

  2. na ja. sooooo wahnsinnig viel hatte sie ja nicht drauf, aber gesehen hat man’s ein bisserl, diese .5 gramm übergewicht! also als eine sumoringer-katze kann man frau katz immer noch nicht bezeichnen! 😉

  3. Aber das regelmäßige wiegen ist da auch ganz wichtig. Am besten ist das noch, wenn man eine Tierwaage zuhause hat,, sodass man das Gewicht regelmäßiger überprüfen kann als nur bei den Tierarztbesuchen. Dadurch kann man den Gesundheitszustand der Tiere gut beobachten.
    Viele Grüße Maria

    1. Hallo, liebe Maria, und willkommen auf unserem Katzenblog!

      Wiegen – da hab ich als Dosine schon meinen Spundus vor… 😉 Wenn es sich vermeiden lässt, lasse ich es bleiben. Aber es stimmt, so eine Tierwaage wäre nicht schlecht.

      Ich kann aber offiziell verkünden, dass Frau Katz wieder auf Normalgewicht „geschrumpft“ ist. Man merkt, dass es ihr damit viel besser geht. Sie ist lebendiger und agiler (trotzdem sie bereits 10 Jahre „jung“ ist). Ich bin froh, dass wir das mit dem kätzischen Übergewicht in den Griff bekommen haben!

      Alles Liebe und ich würde mich freuen wieder von Dir zu lesen,
      Frau Katz & Kipet

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