Frontalcrash

Dramatische Ereignisse in Frau Katzens Wohnzimmer

Beim wilden Toben kam es heute in Frau Katzens Wohnzimmer zum Frontalcrash zwischen Felltiger und Wohnzimmertischbein … Neeein, so reißerisch werden wir diese Geschichte auch wieder nicht aufbereiten. Und gleich zu Beginn: Keine Angst, Frau Katz lebt noch! 🙂

Bällchen schupfen. 
Sollte eigentlich ein Spaß sein, oder?
Zumindest für Frau Katz war es das – bis jetzt.

Meistens geht das „Balli-schupf-Spiel“ folgendermaßen: Katze düst durch die Wohnung, mindestens 10 cm über den Boden. Ein Rabatzrabautzhinundrabatzrabautzher. Ohne Unterlass. Mit viel gemauke und gemeckere – aus lauter Freude, nicht, weil ich Frau Katz quäle, bitteschön!

Irgendwann weht der Luftstrom, der sich durch dieses Rabautzen ergibt, ein leichtes Rattelfellbällchen unter dem Bett oder sonst wo hervor. Gleich wird das begehrteste aller Spielobjekte von Frau Katz anvisiert, angesprungen, und im Weglaufen mir zugespielt.

Na dreimal darf man raten was das bedeuten soll?!
Natürlich komme ich dem kätzischen Befehl sofort nach. Ich grapsche mir das Bällchen, rattle es verlockend vor Frau Katzens Nase, Frau Katz macht ein paar Schritte zurück – ständig meine Hand und das Bällchen im Visier – und wartet … wartet … maukt und wartet … der Schwanz peitscht wild hin und her … maukt wieder … ich rattle das Bällchen, halte kurz inne, Frau Katz geht in Position, ich werfe das Bällchen über Kätzchens Kopf hinweg, Frau Katz nimmt Anlauf, springt, und schlägt das Bällchen in der Luft wieder in meine Richtung.

Oder zumindest versucht sie es.

Danach wird wieder durch die Wohnung gefetzt, so lange, bis ich wieder auffordernd und neckisch mit dem Fellbällchen rattle.

Doch heute war irgendwie ein Wohnzimmertischbein im Weg. Gemeines Ding aber auch. Ist ja nicht so, als würde das dort nicht ständig im Weg rumhängen, dieses Tischbein.

Wie gesagt, die Rattel-anvisier-Sprung-Geschichte funktioniert wie immer prima. Nur leider ist Frau Katz was mitten im Sprung eingefallen – anders kann ich es mir nicht erklären. Sie dreht sich in der Luft, fängt noch im letzten gestreckten Moment das Bällchen ab, spielt es mir zu, und kommt … AUTSCH … besser gesagt: bohrt mit dem Köpfchen frontal gegen das Wohnzimmertischbein. 

So einen richtigen GDONGS-er macht es. „BOING!“ würde man in den Comics lesen. 

Frau Katz kauert ein bisschen benommen am Boden, schüttelt das Köpfchen … ich bin einem Ohnmachtsanfall nahe (wer mich kennt kann sich mich mit Ohnmachtsanfall natürlich nicht vorstellen) …

„Mei, Schatziii, hast dir weh getan?“

Frau Katz blinzelt mich ein paar Mal an, meckert, und fegt wieder wie ein Derwisch durch die Wohnung.

Alles paletti, keine Angst, liebe Leser. Frau Katz ist wohlauf und ein Ohnmachtsanfall war auch nicht nötig – hab ihn also gleich  bleiben lassen. 🙂

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3 Kommentare zu „Frontalcrash“

  1. *lach*
    solche Situationen kenn ich auch

    Katzen fegen durch die Gegend – wie abgetochen und rennen alles um, was nicht niet und nagelfest ist.

    prima geschildert!!! mach weiter so Kipet!

    liebe Grüße

    Ini

  2. @Sonnenschein: Mhm, im ersten Moment ist mir nach dem Tischbeinbohrer schon das Herzerl stehen geblieben. Hat so einen richtig fetten DOING gemacht.

    @Ini: Ich denke meine Katzendame fand das alles nicht wirklich so lustig! 🙂

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