Dauergast beim Tierarzt

Momentan hat Frau Katz mit einem neuerlichen Ausbruch ihres Eosinophilen Granuloms zu kämpfen

Arm ist, sie, mein Mausebär.
Da juckt’s und kratzt’s an ihrem Köpfchen und es will einfach nicht besser werden.

Frau Katz leidet an einer Erkrankung namens Eosinophiles Granulom. Ein heimtückisches Ding. Es bilden sich unterm Fell auf der Hautoberfläche kleine Bläschen, die schrecklich jucken. Da muss Frau Katz natürlich ihre Beisserchen ansetzen. Das tut sie ohne Unterlass. Wenn Frauchen da nicht schnell handelt, wird’s dramatisch: Frau Katz beisst sich diese Bläschen auf, diese platzen und das Sekret verteilt sich schön auf der umgebenden Haut und bildet neuerlich Bläschen. Ein Teufelskreis, den es schnellstens zu unterbrechen gilt.

Leider war ich aber nicht clever genug. Habe die Krankheit nicht sofort erkannt, weil es Frau Katz diesmal am Kopferl – zwischen Ohr und Aug – erwischt hat. Da kann sie sich natürlich nicht beißen. Und wer denkt sich schon was dabei, wenn eine Katze sich kratzt. Am Ohr. Wo’s öfter juckt?

Seit zwei Wochen sind wir des Öfteren schon beim Tierarzt eingeschneit. Leider kommt meine Tierärztin zur Behandlung nicht nach Hause, was Frau Katz einiges an Stress erspart und mir noch ein paar kätzische Sympathiepunkte eingebracht hätte.

Also packe ich mein widerspenstiges Katzentier einmal die Woche in ihren Transportkorb – mittlerweile geht sie sogar katzergeben selbst in das Folterding – und lassen ihr Granulom von der Fachfrau begutachten. Da wird rasiert, gespritzt, runtergerubbelt, eingecremt … Eine echte Tortour für Frau Katz. Noch schlimmer aber: ich verräterisches Frauenzimmer muss dieses Rubbeln und Cremen daheim fortsetzen – zweimal täglich!

Also packe ich mein Katzentier einmal am Morgen, das zweite Mal am Abend und rubble und creme. Das geht selbstredend nicht ohne Kampfgetümmel ab. Dazu kommt, dass Frau Katz das Vertrauen zu mir langsam aber sicher verliert. Bin eben eine treulose Verräterin.

Und der schlimmste aller Punkte: keine Leckerlis mehr. Strenge Diät für Frau Katz.

Das ist kein schönes Katzenleben, aber was tut man (Frauchen) nicht alles damit es dem geliebten Stubentiger wieder besser geht?

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10 Kommentare zu „Dauergast beim Tierarzt“

  1. Danke, Renee, für die lieben Genesungswünsche – ich werd’s Frau Katz in Form von Streicheleinheiten übermitteln! 😉

    LG Kipet

  2. hallo Kipet, hallo Frau Katz

    weiß man denn woher das kommt? Ist der Ursprung eine Allergie oder sowas?

    auf jeden Fall
    gute Besserung für Frau Katz

    liebe Grüße

    Ini + Fam

    1. Das Eosinophile Granulom gehört zu den Autoimmunerkrankungen bei Katzen, so weit ich weiß. Eine Katze hat das oder sie hat es nicht. Sprich, meine Frau Katz reagiert allergisch auf gewisse Umweltbedingungen (Hitze – in ihrem Fall) und Futtermittelbeigaben.

      Aber die gute Nachricht: es ist nicht tödlich – nur mega-lästig und manchmal auch sehr langwierig.

      Danke jedenfalls! Frau Katz ist schon am Wege der Besserung und maunzt und maukt fröhlich durch die Wohnung – zu meinem Leidwesen leider auch sehr oft und intensiv mitten in der Nacht. 😉

    1. Danke, Sonnenschein, für Deine lieben Genesungswünsche!

      An alle Frau-Katz-Fans: Mein Stubentiger ist wieder wohlauf. Das letzte Krusterl ist heute Morgen abgefallen und alles ist wieder paletti!

      Danke für Eure Anteilnahme!

      LG Frau Katz und Kipet

  3. Hi Jola,

    mein Mausebär ist schon wieder über’m Berg! Sie sieht zwar immer noch aus wie die Hauptdarstellerin aus einem Film à la „Zombie-Cat“ … weil wir ihr ja ein bisserl Fell zwischen Ohr und Aug haben wegrasieren müssen – um drunter nachschauen zu können …

    Aber sie ist schon wieder ganze die Alte – zezig, maunzig, launisch – kätzisch eben! 🙂

    Danke Euch allen für Euer Mitgefühl – Frau Katz schickt Euch ein liebevolles, dankbares MIEW!

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