Wieder beim Tierarzt

Heute ist kein schöner Tag für Frau Katz und mich, denn Frau Katzens Krätze ist wieder da!

Gestern kam ich froh und fröhlich von einem netten Nachtmittag in Tantchens Garten nach Hause – was sehe ich? Frau Katz kratzt sich auf Teufel komm raus an ihrer lädierten Stelle – zwischen Ohr und Auge. Sie kratzt und kratzt und der ganze langwierig erreichte Heilungserfolg ist ebendort – beim Teufel. 

Also klingelte ich rasch bei unserem Mama-Taxi und dem Tierarzt durch und arrangierte für heute Vormittag einen Termin.

Ahnungslos saß Frau Katz in ihrem bevorzugten Neo-Versteck, meinen Kleiderkasten, und döste vor sich hin, als die böse Katzenmami das Tierchen am Schlawittchen packte und in den Transportkorb verfrachtete. Das gab ein gewaltiges Gemauke und Gekratze. Aber da konnte ich nicht helfen, Frau Katz, der Tierarzttermin musste leider sein. 

Frau Katz war wenigstens so enttäuscht wie ich – ich dachte wirklich, wir hätten dem Eosinophilen Granulom ein Schnippchen geschlagen.

Beim Tierarzt wurde Frau Katzens mittlerweile schon fast zugewachsene Krätzenstelle wieder abrasiert. Das Geräusch des Rasierers macht meinen armen Felltiger jedes Mal sehr zu schaffen. Die aufgekratzte Wunde wurde desinfiziert, ein weiteres Kortisonjaukerl injiziert.

Doch dem Quälen nicht genug! Diesmal ging’s meiner armen Katzendame an die Krallen. Meine Tierärztin meinte, dass sie das nicht gerne mache, aber das Aufkratzen mache die ganze Chose endlos. Also weg mit einem Teil der Krallen – entschräft wurden sie … nun ja, für Menschen nicht ganz unpraktisch. Doch das war so ziemlich das schlimmste was man meinem Katzenschatz hatte antun können. Andernfalls jedoch hätte sie einen Trichter verpasst bekommen, und das wäre das allerschlimmste gewesen.

Wir haben ja leider schon Trichtererfahrungen genug gesammelt. Beim ersten Mal Trichter war Frau Katz gerade mal ein halbes Jahr alt!

Eine Behandlungsanweisung für mich, eine neue Futterbox für Frau Katz und schon waren wir wieder draußen – aus dem Folterstübchen namens Tierarztpraxis!

Ich hoffe, Frau Katz und ich kriegen dieses vermaledeite Ding am Kopferl meines Stubentigers bald wieder in den Griff! *seufz*

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11 Kommentare zu “Wieder beim Tierarzt”

  1. ach gott…

    arme Frau Katz – hat sie nun einen Trichter und darf sich nicht mehr krabbeln, wo sie es gerne würde.

    Gute Besserung liebe Frau Katz und ein gutes Durchhaltevermögen Dir liebe Kipet

    liebe Grüße

    Ini + Fam.

  2. Trichter hat sie NOCH keinen – mit Betonung auf „noch“. Ich möchte ihr das gerne ersparen. Trichter und tägliche Schmieraktionen am Kopferl ist ein bisserl zuviel des Guten.

    Ich hoffe auch, dass ich standhaft bleibe. Sie sitzt gerade vor einem Kochtopf mit Erdäpfeln … für mich … nix fürs Katzi. Aber sie hätt halt sooo gern wieder ein Hühnchen. Diesmal bleib ich aber hart!

  3. armes kätzchen.
    hoffentlich geht es ihr bald wieder besser.
    vielleicht, liebe kipet, wirst du das jetzt nicht gerade nett vom sonnenschein finden – aber ohne krallen, da kann sie jetzt auch etwas zahmer sein?

  4. *LOL* – Frau Katz … zahmer? Eher friert die Hölle zu! Aber ich bin froh, dass sie ist wie sie ist. Ich will sie gar nicht anders haben! Zahmsein ist eine Charaktereigenschaft (ob gut oder schlecht sei dahin gestellt) und leider nicht von der Länge der Krallen abhängig! 🙂

    Schön wäre es nur, wenn sie die Katzen-Omi ein bisschen liebevoller behandeln würde. Immerhin geht sie auch dort hin auf Sommerfrische und kriegt immer wieder feine Leckerlis und Spielsachen. Ein bisschen Dankbarkeit wäre hier schon angebracht! 😉

  5. Oje, oje! Gibst Du der Süßen unterstützend auch Bachblüten? Hat damals bei der Krätze von meiner Trixi super geholfen. Damit sie nicht beim Kratzen direkt auf die Wunde kommt, könntest ihr einen alten Socken zuurecht schneiden und übers Kopferl ziehen. Ist allemal besser und schonender als ein Trichter (ist ja für eine Katze die reinste Tortur, weil die sensiblen Barthaare dauernd beim Trichter anstoßen).

    Übrigens, ich schneide Fritzi regelmäßig die Krallen. Er bleibt dabei total brav auf dem Schoß sitzen, mit dem Nagelzwicker ist das absolut kein Problem. Mit kürzeren und weniger spitzen Krallen bleibt er nicht dauernd wo hängen und für meine Haut ist es auch schonender. *ggg*

  6. Ich habe auf jeden Fall vor etwas Alternatives mit Frau Katz zu probieren. Gestern machte ich meinen Kontrollanruf beim TA. Sie meinten, sie hätten mit Frau Katz eine Desensibilisierungskur vor. Dabei würden sie Frau Katz unter die Haut der juckenden Stelle ein Mittel einspritzen, das den Juckreiz unterbinden soll. Dabei müssten sie aber unbedingt zu zweit sein und die Katze halten, weil das angeblich ziemlich schmerzhaft sein soll. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie dünn die Haut auf einer Katzenstirn ist, und dass sich ziemlich gleich dahinter der Sehnerv verbirgt. NEIN, das wird meine Frau Katz nicht mitmachen müssen. Also ich war schon ziemlich vor den Kopf gestoßen nach diesem Vorschlag meiner sonst wirklich guten TA! Bevor ich mein Tier so quälen lasse, probiere ich noch andere Mittelchen aus – eben alternative Mittelchen.

  7. Die Krusten sind heute wieder abgefallen. Irgend etwas irritert Frau Katz, weil sie ständig das Kopferl schüttelt. Meine TA hatte bei unserem letzten Besuch die Ohren gecheckt – nix. Milben hat sie auch keine …

    Sollte sie sich wieder alles aufkratzen, werde ich mal den TA wechseln. Vielleicht findet der etwas?

    Diätfutter mag sie ganz gern. Nur ist Frau Katz halt ein Zezerl und verweigert mir heute das Fresschen. Trotzdem werde ich ihr diesmal kein Hühnchen kochen. Hoffe, ich halte durch!

    Und danke, Ini, für den Link!

    LG Frau Katz & Kipet

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