’s düftelt!

Leckerschmecker. Was für ein Geruch!

Schön vor sich hin träumen. Nonstop. Schlafen, schnurren, gähnen, strecken, schlafen. Hach ja *seufz*! Wie kann katz einen ganzen lieben langen Tag schöner verbringen als eingekullert auf einem Schlummerkissen, Schwänzchen schön drapiert, damit das Näschen nicht kalt wird …

Aber *schnüffl* was riecht denn da so? *Schnüffel* Ist das etwa … *schnüffl* … uiui, ich schätze das ist  … *schnüffl* … also träum ich da, oder was? Ein Thunfischsteak?!

Ein Rumsen, ein Plumsen,  ein Krallenkratzen, ein gekonnter Sprung, schon ist Frau Katz zur Stelle. Einmal noch das Näschen in die Luft gehalten, ein Schnofeln, ein Augenzwinkern, ein erwartungsvolles Schnäutzchen-lecken, schnell um die Ecke geflutscht und schon steht Frau Katz schwanzzuckend vor dem Elektroofen. Ein aufgeregtes Mauken, gepaart mit riesengroßen Katzenaugen erwartet mich mein Tigerchen in der Küche.

„Ist es … ist es wirklich … kann ich es wagen? Ist es ein … Thuuuunfisch?“, scheint sie mich zu fragen.
„Ja, Schatzi, du kriegst einen Thunfisch“, beruhige ich meinen Katzenbären.
Selig springt sie auf den Küchentisch, wo sie sofort von mir wieder runter geschubst wird: „Na das kannst du aber auch unten erwarten, Frau Katz!“ Ein bisschen Erziehung muss sein! Wie stehen wir sonst vor Fremden und Gästen da?

Schnell trippelt mein Katzentier unter den nächsten Küchensessel. Dort tappt sie aufgeregt von einem Hinterpfötchen aufs andere, zuckt leise mit dem Schwanz und leckt sich einmal mehr über ihr Mäulchen.

„Nun mach schon!“, zwinkert mich meine Katzendame ungeduldig an. 

Seufzend öffne ich die Ofentüre, der Duft von gegrilltem Thunfisch wird immer intensiver, und hole Frau Katzens Lieblingsspeise heraus. Kaum ist der Fisch seinem Griller entkommen, streift Frau Katz ununterbrochen zwischen meinen Beinen hindruch. Lautes Gemauke begleitet das Werben um den Lieblingshappen.

Ich zerteile den Fisch, angle nach eventuell vorhandenen Gräten – dosi kann ja nie wissen – lege ihr einen Teil der ehemals tiefgefrorenen Beute auf ihr Tellerchen und will das kätzische Leibgericht zu Frau Katz auf den Boden stellen, ein schon faszt unmögliches Unterfangen, da Frau Katz meine den Teller haltende Hand mit ihrem Köpfchen aus dem Weg drückt. Ein wütendes „mrrrrrauk!“ unterstreicht die Dringlichkeit sich endlich dem Fisch zuwenden zu können.

Dann steht das Tellerchen endlich da, wo Frauchen es hinhaben will. In einem Tempo, als hätte Frau Katz die letzten Wochen nur von Brösel und Staubflussen gelebt, stürzt sich mein vierbeiniges Ungeheuer auf den Fisch. Keine fünf Minuten später ist das Festbankett beendet. Nach schwerst getaner Arbeit hockt sich Frau Katz in die Mitte unseres Wohnzimmers, hebt ein Vorderbeinchen, leckt und schleckt es ab, führt es an ihr Schnäuzchen und reinigt sich in kätzischer Manier ihr Leckermäulchen.

Nach der Generalreinigung, dreht sich Frau Katz nochmal in meine Richtung, maukt leise, zwinkert mit ihren Augen und geht wieder in Richung Schlafplatz. Ein gekonnter Sprung, ein Krallenkratzen, ein Plumpsen und ein Rumsen, ein wenig um die eigene Achse drehen und schon schlummert mein Tigerchen den Schlaf der Gerechten!

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5 Kommentare zu “’s düftelt!”

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