Katzennacht

Manchmal fragt sich dieses Frauchen hier: was habe ich verbrochen?! 🙂

Eine Katzennacht.
Wie stellt man sich das wohl vor, wenn man kein Katzentier sein Eigen nennt? (… äh, wobei sich generell die Frage stellt – wer nennt wen „sein Eigen“? – aber das ist eine andere, längere Geschichte!)

Eine Katzennacht beginnt ganz harmlos. Wirklich harmlos. Frauchen macht sich gegen Mitternacht bettfertig. Zähne putzen … „Miauhu?“
„Ja, Schatzi, wir gehen jetzt ins Bett.“
Frau Katzens Reaktion: *blinzel, blinzel* – das werte ich immer als Einverständnis.

Frauchen begibt sich also in die Horizontale, schaut noch ein bisserl fern oder liest, und sinkt glückselig in Morpheus‘ Arme. Träume passieren – spannende, weniger spannende, fantastische und absolut durchgeknallte.

Dann, mitten im schönsten Traum-Action-Drama, ein satter Plumpser auf den Bauch.
„Miauuu?“ – ich übersetze: „Bist du wach?“ – dann geht das Schnurren los.
„Mek!“ – ich übersetze wieder: „Streichle mich!“ – also streichle ich das Fellbündel auf meinem Bauch (und keine Angst, ich habe keine Haare am Bauch, das Fellbündel, von dem hier die Rede ist, ist selbstredend meine Frau Katz). 😉

Übers Streicheln schlafe ich ein. Fehler! Großer Fehler, denn Frau Katz hüpft enttäuscht kurz auf die Seite und landet mit einem Pluumpser und einer entsprechenden „Miau“-Auffoderung zum Weiterstreicheln prompt auf meinem Bauch. Also streichle und kraule ich den Schlafkiller, damit ich irgendwann weiterträumen darf.

Bald merke ich, das Schnurren meiner Frau Katz wird immer leiser, versiebt dann komplett. Ja, das Katzerl ist eingeschlafen. Jetzt darf ich auch … und versinke wieder im traumdurchwobenen Nichts.

Denkste!

Frau Katz schläft nicht. Fast könnte man meinen, sie testet meine Geduld. Also geht das Spiel von vorne los: Hüpfer weg von mir und Hüfper auf meinen Bauch. Fünf Kilo wiegt mein Krallenmonster. Das muss man sich mal locker vor Augen halten. Ein fünf-Kilo-Plumpser auf den Bauch. Mitten in der Nacht.

So spielen wir dieses Spiel eine ganze Weile. Irgendwann sind wir beide aber dermaßen müde, dass selbst das „über-das-Streicheln-eingeschlafen-sein“, oder das „ich-will-Frauchen-Quälen“ nicht mehr auffällt. Erst dann darf ich meine wohl verdiente Nachtruhe weiter genießen!

Und fragt jetzt bitte nicht, wieso ich mein Fellmonster nicht einfach aus dem Schlafzimmer verbanne … Wer das fragt, hat niemals mit einer dominanten, fordernden Katzendame wie Frau Katz zusammen gelebt! 😉

Advertisements

7 Kommentare zu “Katzennacht”

  1. die Lösung: auf der Seite schlafen ^^

    mein Kater hüpft zwar nicht, stößt mir aber gerne nachts schnurrend seinen Kopf an meine Birne… und Katzen haben nen verdammt harten Schädel, trotz Pelz

  2. *LOL* … gute Idee, Mausflaus … hatte ich auch schon. Das Ergebnis ist g’hupft wie g’hatscht! Ob ich nun am Bauch, am Rücken oder auf der Seite liege macht für sie keinen Unterschied – Frau Katz schläft einfach gern auf mir. (Übrigens, die Klopapierrolle, die Du auf Deinem Blog präsentierst – du weißt schon welche – schaut schmerzhaft aus … *gg*)

    Das mit dem harten Schädel kann ich bezeugen. Manchmal, wenn sich meine Katzendame so fest auf den Rücken schmeißt in Erwartung diverser Bauchikrauleinheiten, dann pumpert der Schädel ziemlich hart aufs Parkett – was dem Wohlfühlmoment meiner Katzendame aber keinen Abbruch tut!

    Letztens erzählte mir Tierfreund: „Ich hab geschlafen. Mei Katz war noch ganz ein kleines Baby. Mein Kopf lag zur Seite gedreht. Ich wurde wach, weil da was an meiner Nasenspitze nuckelte. Es war das Katzenbaby. Ich lachte schallend auf und sagte: ´mei, du klein’s Mistviehcherl, jetzt hab i mi unsterblich valiebt`!“

  3. Frau Katz und meine Miezi hätten sich viel zu erzählen, würden sie sich kennenlernen. Meine Miezi macht das jedenfalls noch gefinkelter. Drohe ich einzuschlafen, setzt sie sich neben meinen Kopf und beginnt meine Haare zu putzen. Dreht man sich weg, ist sie im nächsten Moment schon wieder da. Steckt man den Kopf unter die Tuchent, wartet sie im Wissen, dass man es nicht lange darunter aushält und das Spiel geht von Neuem los.

  4. *gg* ich trau unseren beiden Rackern eher zu, dass sie gemeinsam über neue Techniken „wie halte ich Frauchen wach“ beratschlagen würden … 😉

    Ist ja auch recht gefinkelt, Deine Miezi, Schnurel. Das mit dem Haar ablecken macht Katze Fibi, ihreszeichens Mitbewohnerin einer meiner lieben Freundinnen, ebenso. Bei jedem. Ob dieser „jede“ es nun will oder nicht. Vor allem mag Fibi anscheinend Haar, das mit Schaumfestiger behandelt wurde. *gg*

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s