Beobachtet

beobachtet

Still ist’s in der Wohnung.
Ich sitze an meinem Computer und schreibe.

Komisch, normalerweise kommt Frau Katz doch immer und stellt sich zwischen Tastatur und Bildschirm um mich von meiner Tippserei abzuhalten. Doch diesmal ist kein Katzentier zu sehen? ’s wird mir ein bisschen mulmig, denn dieses Verhalten könnte krallekratzige Strafen nach sich ziehen. Schleicht sich mein Tiger hinterrücks an um mich zu erschrecken? Oder döst sie irgendwo selig vor sich hin und kriegt gar nicht mit, dass ich wieder am PC hocke?

Leise linse ich über meine rechte Schulter und blicke ins Wohnzimmer.
Nein, weder die gigantische Katzenschachtel noch die Sofalehne werden bekatzt.
Ebenso im Rascheltunnel am Boden liegt sie nicht.

Heimlich lasse ich meinen Blick rüber zum Bett gleiten. Katzenleerer Raum. Auch unterm Schreibtisch ist sie nicht zu entdecken. Oder gar hinter meinem Sessel – nein, keine Frau Katz.

Dann kann’s ja nur noch eine Möglichkeit geben…drehe mich flugs um und blicke auf den Kasten hinter mir. Und tatsächlich. Da sitzt sie, die Tigerin, und beobachtet mein Treiben. Ganz heimlich und leise, mit großen Augen. Schnell kann ich gerade noch ein Foto machen, von meiner Frau Katz, und schon läuft sie über den Catwalk herunter zu mir. Laut maukend, beinahe so als wüde sie sagen: „Jajaja, so ist das also! Getraust dich während meines gerechten Katzenschlafes den Computer zu bedienen…“

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