Frau Katz und das E-Book

tolino
Frau Katz und die Technik – ein ganz eigenes Kapitel in der Beziehung Katz-Katzenmami. Und seit Weihnachten plagt neben Computer, Handy, Kamera & Co. ein bislang unbekanntes, katzenfieses Elektro-Ding den Unmut meiner Tigerdame: Mein neues E-Book!

Es wird Abend. Zeit ein bisschen zu lesen. Also kuschle ich mich aufs Sofa, rufe Frau Katz zu mir, die es sich sofort auf meinem Bauch bequem macht, und schnappe mir mein neues E-Book. Menschenfrau ist ja bekanntlich multitask, sprich Katze streicheln und gleichzieitg lesen ist da kein Problem.

Ist es auch nicht. Doch ich habe nicht mit dem Eifersuchtsanfall meines Stubentigers gerechnet!

Also wir liegen aneinander gekuschelt da, ich kraule Frau Katz, sie schnurrt wie eine Weltmeisterin und ich lese in einem neu downgeloadeten Roman. Mein E-Book halte ich dabei so, dass ich auch wirklich alles lesen kann und kein Katzenohr oder Schnurrbart die Schrift verdeckt. Also ein bisserl oberhalb und seitlich von Frau Katzens Kopferl.

Die Seite ist gelesen, jetzt heißt es umblättern. Ich unterbreche für eine Sekunde das Streicheln meiner Maus und tippse auf das Display des E-Books und schon geht’s mit den Streicheleinheiten für Frau Katz weiter. Und wieder ist die Seite gelesen, ich unterbreche einmal mehr die Zuwendungen an meinen Tiger, tippse wieder auf das E-Book und mit der idyllischen Gemütlichkeit kann es weiter gehen.

Beim nächsten Blättern im E-Book wird jedoch Frau Katzens Unmut geweckt: „Hei, wieso unterbrichst du immer wieder meine Streicheleinheiten, das ist aber gar nicht nett, Katzenmami!“, schaut sie mich vorwurfsvoll an und peitscht einmal erbost ihren Schwanz. Ich bin gewarnt, denke aber nicht daran mich von meinem schnurrbärtigen Minityrannen von meinem Lesenachmittag abbringen zu lassen. Also lese ich fleißig weiter in meinem E-Book.

Schlechte Entscheidung. Genau. Bei meiner nächsten Unterbrechung von Frau Katzens Streichelsession bekomme ich die Rechnung präsentiert:

Frau Katz beendet das beruhigende Schnurren, legt die Ohren an, zuckt mit dem Schwanz, rückt mit dem Kopf zurück, holt mit der Tatze aus und patscht mir – ohne Krallen ausgefahren zu haben – damit auf die Wange!

Gibt mir der kleine Mops doch tatsächlich eine Watsch’n weil ich im E-Book blättere und dabei ihre Streicheleinheiten unterbreche!

Wahrscheinlich selbst von dieser Aktion entsetzt, springt sie sofort von meinem Bauch, macht es sich grummelnd am Korbsessel daneben bequem und tut so, als würde sie sofort in den Tiefschlaf fallen.

Seitdem hat mein E-Book, egal wo es liegt, keine Chance mehr von Frau Katz als neutrales Ding betrachtet zu werden. Es wird skeptisch beschnofelt, betatzt und auch schon mal leise angeschubst.

Frau Katz und die Technik – wie gesagt, ein eigenes Kapitel im Leben meines maunzenden Fellmopses!

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5 Kommentare zu “Frau Katz und das E-Book”

  1. Hier bei uns wird es auch mit Unmut registriert, wenn ich bei den Katzen-Streicheleinheiten nicht mit Geist und Streichelhand dabei bin – aber eine Ohrfeige habe ich mir bisher noch nicht gefangen… Aber mit Liebesentzug wurde ich bestraft – das tut noch mehr weh. 😉

    Liebe Grüße von Christina

  2. *gg* – ja, Christina, unsere Fellnasen haben ihren eigenen Kopf. Und nach genau dem muss es gehen – ja nicht ausscheren, liebe DosInchens, sondern brav nach Katzenwunsch funktionieren!

    Die Ohrfeige war allerdings auch für mich eine Überraschung. Das hat sich, Gott sei Dank, nicht wiederholt! 😉

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