Gimme my chicken! Now!

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Schon als zuckersüßes Katzenkind hatte Frau Katz eine ganz große Leidenschaft gepachtet – Hühnchen essen. Egal wie. Egal wann. Egal wo. Hauptsache Geflügel. Gerupft, ja. Aber sonst bitte sehr so en nature wie möglich, will sagen gekocht. Nicht gerührt. Und schon gar nicht geschüttelt…

Ginge es nach dem Dickschädel meiner Katzendame bekäme sie tagein, tagaus nichts anders zu futtern als Geflügel. Hühnchen. Oder Hedl, wie wir hierderorts dazu sagen. Schon als schnuckeliger Dreikäsehoch war ein frisch gekochtes Henderl der Himmel auf Erden für meine Maus. Könnte sich meine Katzendame das Paradies ausmalen, wäre es sicherlich voll mit fliegenden, gekochten Hühnern. Und mitten drunter sie, meine Frau Katz.

Leider darf Frau Katz dank ihrer Eosinophilie kein Hühnchen essen und damit habe ich auch meinen menschlichen Hendl-Konsum gen Null gedreht. Der Genuss eines federviehigen Fleisches verursacht bei meiner Tigerin nämlich schreckliche Pusteln, die jucken, die gekratzt werden müssen, deswegen aufplatzen und sich unterm Fell freudig weiter verteilen. Eine Quälerei. Somit gab’s in Katzenhausen kein Henderl mehr. Wir lebten so zu sagen in einer Hühner-freien Zone.

Dann kam Frau Katzens Epilepsie und damit einhergehend auch die Barbiturate ins Spiel. Meistens schnapp‘ ich meinen Tiger, öffne ihr Mäulchen und lasse die Pille im Katzenschlund verschwinden.

Doch wie gibt im Notfall eine fremde Person meiner Katze so stressfrei wie möglich eine ungewollte Pille? Genau, man versteckt die halbe Mini-Tablette wagemutig in einem klitzekleinen Stückchen Leckerli. Zuerst haben wir’s mit Leckerlistangen probiert. Das ging nur eine Weile gut. Dann sind wir auf eine Thunfischpaste umgestiegen – auch die mundete dem kätzischen Gaumen nur für kurze Zeit. Jetzt sind wir wieder aufs Hendl gekommen.

Einmal im Monat koche ich daher Frau Katz eine halbe Hühnerbrust. Das Barbiturat wird in einem winzig kleinen Stückchen versteckt, das somit sicher und mit großer Gier und viel Genuss im Katzenbauch landet.

Das Gemauke beim Henderl kochen ist jedes Mal sagenhaft. Hier bekomme ich Laute zu hören, da glaubt man kaum, dass diese von einem kleinen Katzenkörper stammen! Auch in Fremdsprachen tut meine Katzendame ihre Ungeduld kund: Da kommt ihr schon mal ein hündisches Knurren und ein mausiges Fiepen aus, wenn so ein Henderl am Herd vor sich hin köchelt.

Alles in allem ist die Pulver-in-Hendl-Gabe sicherlich nicht das Optimum der Barbituratverabreichung bei meiner Maus. Jedoch können im Notfall so auch Katzensitter meinen Stubentiger mit dem notwendigen Medikament versorgen…

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4 Kommentare zu “Gimme my chicken! Now!”

  1. Ui, da leckt sich ja die Katz‘ schon das Mäulchen vor lauter Ungeduld. Aber Hähnchen? Sag‘ Frau Katz‘, schmeckt Fisch nicht vielleicht doch besser?

    Schnurrige Grüße
    Mikesch

    1. Neheheheheheee. Hühnchen. Nichts geht drüber. Thunfisch war ein weilchen auf der Top-Liste von Frau Katzens Lieblingsspeisen, aber es war immer Hühnchen und es wird immer Hühnchen sein. *gockgogogogooock* 😉

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