„Aberglauben – Aberwissen“ – Ein (unkätzischer) Ausstellungstipp.

(c) facebook / Pusheen
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Natürlich nichts für Katzen – und sicherlich auch nichts für schwach benervte-Katzen- bzw. Tierfans ist die aktuelle, mehr als sehenswerte Ausstellung „Aberglauben – Aberwissen. Welt ohne Zufall“ im Grazer Volkskundemuseum, die noch bis zum 30. November 2014 geöffnet hat.

In der Schau „Aberglauben – Aberwissen. Welt ohne Zufall“ nimmt sich das Volkskundemuseum Graz der mystischen Welt der Volksmagie an. Gezeigt werden unter anderem Tiermumien, die anno dazumal als Bauopfer vor bösen Geistern, Brandschutz, dem bösen Blick und anderen Unanehmlichkeiten und Schicksalsschlägen schützen sollen.

Lebendig eingemauert
Als Bau- oder Sühneopfer wurden unter anderem diverses Kleingetier in Hauswänden, Autobahnen, etc. eingemauert – darunter eben auch sehr gerne … und jetzt kommt‘ … Katzen! Oft wurden die Tiere vor ihrer Einmauerung getötet – mindestens genauso oft aber auch lebendig geopfert. Eine der Mumien, die in der Schau zu sehen sind, ist die einer Katze, die bei Bauarbeiten am Schloss Laubegg entdeckt wurde …

Kurzer historischer Abriss zum Thema Bauopfer:
Der Volksbrauch der Bauopfer entstammt antiken Zeiten, als heidnische Zauberpraktiken an der Tagesordnung standen. Sogar die katholische Kirche formte sich diesen Aberglauben zu ihrem Nutzen zurecht. Das letzte dokumentierte Tieropfer im deutschsprachigen Raum soll im Jahr 1937 beim Bau der Autobahn München-Salzburg eingemauert worden sein.

Was Frau Katz dazu maukt:
Nebenbei, dass die Ausstellung wirklich sehenswert ist, kann ich nur sagen: Frau Katz ist ob dieser unserer historischen Vergangenheit „not amused!“ 😉

Informationen zur Ausstellung:
Aberglauben – Aberwissen

Welt ohne Zufall
Volkskundemuseum
Universalmuseum Joanneum
A-8010 Graz, Paulustorgasse 11–13a
Dauer: bis 30. November 2014
Telefon: +43 /(0)316/8017-9810
URL: http://www.museum-joanneum.at/de/volkskundemuseum

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8 Kommentare zu „„Aberglauben – Aberwissen“ – Ein (unkätzischer) Ausstellungstipp.“

    1. Was der Mensch im Laufe seiner Geschichte schon alles getan hat um Geister und Böses von sich fernzuhalten ist schon recht – ich nenn’s mal „abenteuerlich“. Aber Tiere bei lebendigem Leib einzumauern, das ist wirklich grausig. Interessant ist diese Schau in Graz allerdings schon.

    1. Kann Dich verstehen, Giftigblonde. Schon allein die Vorstellung ein unschuldiges Tier bei lebendigem Leib einzumauern, das ist ganz besonders schirch…

  1. Da läuft es mir ja eiskalt den Rücken runter!!!
    Auch wenn die Ausstellung bestimmt sehenswert ist, kann ich mir das nicht antun.
    Man kann nur mit dem Kopf schütteln, was der Aberglaube für Auswüchse annehmen kann. Dass die katholische Kirche den Aberglauben für ihre Zwecke nutzte, müsste eigentlich allen bekannt sein (siehe Hexenverbrennungen)!!!
    Ich kann mir vorstellen, dass sich Frau Katz darüber nicht amüsieren kann.

    Eine gute Nacht wünsche ich euch.

    Liebe Grüße von
    Elke

    1. Ja, die Katholische Kirche hat vieles im Namen Gottes getan und tut noch immer vieles was für mich alles andere als Nächstenliebe oder Menschlichkeit bedeutet.

      …ich hoffe, mein Stubentiger bekommt keine Alpträume von dieser Geschichte… 😉

      Schlaft gut – morgen gibt’s wieder ein feines Katzenfoto mit einer kleinen Katzengeschichte von meiner Tiger-Prinzessin, versprochen!

      Alles Liebe und schlaft gut,
      Frau Katz & Kipet

  2. die schau klingt spannend.
    aber als katzenfreund bin ich wie frau katz „not amused“ – alte bräuche in archaischer zeit waren leider nun mal ein bisschen brutal!

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