Schnee? Nein, danke!

schneeneindankeNa so was. Da dachte ich immer, meine Frau Katz wäre genau wie ich ein Fan von Schnee, doch heute hat sie mich eines Besseren belehrt!

Schnee. Ich liebe es wenn es schneit. Und gerade eben werkelt Frau Holle voll des Übereifers über Wien und versteckt unsere Stadt unter einem dichten Schneeteppich.

Früher einmal, jaja, es ist noch gar nicht so lange her, da war Frau Katz total aus dem Häuschen wenn der Schnee die Straße in eine weiße Winterlandschaft verzauberte. Lange saß sie da am Fenster und beobachtete den lustigen Tanz der Flocken. Ein paar Mal tatzelte sie auch eifrig nach den schönen Sternengebilden mit dem Ziel doch eines dieser seltsamen nassen Dinger in die Krallen zu bekommen.

Beobachten tut sie die Schneeflocken auch heute noch gern. Aber besser bei geschlossenem Fenster und bei aufgedrehter Heizung. Ja, wir sind bequem geworden. Älter. Auch ein bisschen fauler.

Heute wollte ich Frau Katz mit einem kurzen Spaziergang in den Hinterhof erfreuen. Ein bisserl Bewegung tut auch Frau Katz gut, dachte ich mir. Faul lag sie da auf meinem Schreibtischsessel und wiegte sich wohlig warm in Morpheus Armen.

„Frau Kahaaatz!“, versuchte ich sie ganz sanft zu wecken.
„Prrrrrmek!“, antwortete meine Tigerin mit wohlig zusammengekniffenen Katzenaugen.
„Mausi, komm, gehen wir doch ein bisschen spazieren“, animierte ich meinen faulen Fellmops.
„Prrrrmiau?“, fragte sie – ganz so als wollte sie sagen: Wer wagt es meinen Schlaf zu stören?

Am Ende konnte ich sie doch von ihrem Schlafplatz aufscheuchen. Gemeinsam gingen wir vom zweiten Stock runter in den Hinterhof. Ich merkte schon, die kalten Steinfliesen waren meiner Maus nicht ganz eins. Aber wacker machte sie mit. Sie muss ja immer dabei sein wenn die Katzenmami auf Entdeckungstour geht.

Ich öffnete die Tür zum Hinterhof. Eine wunderschöne Schneelandschaft erwartete uns. Jungfräulich. Ohne einen einzigen Schuhabdruck.

„Komm, Mausi, das macht Spaß“, lockte ich meine Katzendame und machte mich auf in den Schnee hinaus zu gehen.
„Miau!“, protestierte meine Katzendame und blieb schnofelnd in der Türe sitzen. Ganz geheuer schien ihr die weiße Winterpracht nicht gewesen zu sein.
„Miau!“, zitierte sie mich zu sich. Neugierig war sie ja, ich konnte es ihr genau ansehen. Doch irgendwie war ihr das kalte Nass nicht ganz uneins.

Ich bückte mich also zu meiner Frau Katz hinunter, wollte sie streicheln und zum Rauskommen animieren, da wackelte mein kleiner Fellmops kurz mit dem Popo, sprang und legte sich bequem und vollkommen zufrieden auf meinen Rücken.

Ich gebeugt im Schnee stehend, Frau Katz auf meinem Rücken und der Schnee um uns rum. „Mrrrriau“, gurrte meine Tigerin – genau so und nicht anders ist das Erlebnis Schnee für meinen Fellmops fein…

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12 Kommentare zu “Schnee? Nein, danke!”

  1. Hehe, Frau Katz meint eben dass es reicht, wenn die Mama nasskalte Pfoten bekommt, da muss sie die Tatzen nicht auch noch in den Schnee stecken^^

    Wir können es uns zwar schon fast bildlich vorstellen, aber dennoch würden wir du gerne ein Bild davon stehen, wie Mieze es sich auf dem Rücken von der Katzenmama bequem gemacht hat. Das muss zum Schießen ausgesehen haben!!!

    Vielleicht braucht Frau Katz einfach noch ein wenig, bis sie sich an die weiße Welt gewöhnt hat … jedenfalls wünschen wir euch nun einen schönen Abend, den man wunderbar bei Kerzenschein auf dem Sofa verbringen kann – natürlich mit ausreichend Streicheleinheiten für den Fellmops, nicht wahr Frau Katz?

    Schöne Grüße,
    eure Betty und Mimi

    1. Miaugenau! Wieso muss ich kalte, nasse Pfoterl kriegen, nur weil die Katzenmami meint, ich müsse in den kalten Schnee hinaus? Mek! Also ich schau ja wirklich gern zu wenn diese kleinen weißen Dinger, Flocken nennt sie die Katzenmami, vom Himmel fallen. Das ist fast so gut wie eine ausgemachte Fliegenjagd.

      Aber dann in den Schnee hinaus stapfen …. Mek. Nein, sicherlich nicht. Da hupf ich besser schnell mal auf den Menschenbuckel meiner Katzenmami und mach es mir da bequem. Miau!

      MekMekMek – ich denke, die Menschen, die uns sehen wenn ich am Buckel meiner Katzenmami hock, die meken sich ziemlich ab. MekMekMek. Mal schauen, vielleicht hat meine Katzenmami beim nächsten Mal dieses elende Blitzedings dabei….

      Purrpurrs aus Katzenhausen an Betty und Mimi
      Frau Katz &
      Kipet

  2. Hallo, ihr Lieben,

    jeder weiß doch, dass der Schnee naß und kalt ist. Muss Frau Katz sich das antun??? Das Gleiche hat sie sich wohl auch
    gedacht, als du mir ihr im Schnee spazierengehen wolltest. Ich glaube auch, dass man bei eurem Anblick mit Frau Katz
    auf deinem Rücken einen Lachanfall bekommen hätte.
    Danach habt ihr es euch doch bestimmt im warmen Wohnzimmer so richtig gemütlich gemacht, oder?

    Liebe Grüße von
    Elke

    1. Na ja, ich dachte, ich mach aus einem langweiligen Katzentag ein kleines schneeisches Highlight. Das hat halt nicht ganz so geklappt wie ich es mir vorgestellt hab. Aber ganz schon gefinkelt, meine kleine Maus, nicht wahr? Mir einfach auf den Rücken zu hüpfen, das hat schon was! *gg*

      Genau, anschließend haben wir uns ins Wohnzimmer gehockt und dort mit dem neuen Katzentainment-Center von Frau Katz gespielt. Da ist uns ganz schnell wieder herrlich warm geworden!

      Alles Liebe Dir, Elke –
      von Frau Katz & Kipet

    1. Ja, das mit dem Foto hat so eine dicken, fetten Haken: Die Kamera ist NIE dabei wenn so was wie „Katz am Menschenbuckel“ passiert. 😉

      Und wie gesagt, normalerweise hat Frau Katz Schnee immer sehr geliebt. Na ja, nicht gerade geliebt, wenn ich ehrlich bin, aber zumindest ist sie ein bissl darin herumstolziert und nicht gleich wieder ins Warme abgehauen! 😉

      Alles Liebe aus Katzenhausen,
      Frau Katz & Kipet

  3. Also ganz ehrlich: ich hasse den Schnee! Ehrlich, kein Schneefan, nein danke! Und mit Mikesch ist das so ’ne Sache – er geht schon raus, wenn’s schneit oder geschneit hat, aber Drinnen is‘ er bei solch‘ einem Wetter doch viel lieber!

    LG
    Malina!

    1. Na ja, irgendwie kann man es unseren Fellnasen nicht verdenken wenn sie Schnee und Kälte meiden und dafür lieber im Warmen rumdösen. Ich dachte nur, ich bringe damit ein bisschen Abwechslung in Frau Katzens Alltag… 😉

      Alles Liebe euch 2- und 4-Beinern von
      Frau Katz und Kipet

  4. Bei uns geht es genauso zu. Katze Kümmel (10 Jahre, auch gestreift) guckt skeptisch zur Terrassentür raus, während ich auf der Terrasse stehe, um sie mit allerlei Lockangeboten an die frische Luft zu kriegen. Nichts zu machen. Katze Kümmel weigert sich und verzieht sich auf ihren Kratzebaum.

    1. LOL – danke für Deinen Einblick in Deinen Alltag mir Katze Krümmel – und willkommen auf unserem Katzenblog!

      So toll ich Schnee finde, für meine Frau Kratz bleibt’s wohl doch eher eine unangenehme, weil nasse und kalte Erfahrung.

      Ich wünsche Dir und Deinem 4-Beiner ein glückliches 2015!
      Purrpurrs aus Katzenhausen von
      Frau Katz & Kipet

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